Bruns, Manfred

Homosexualität und deutsche Jurisdiktion

Männerschwarm

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Homosexualität und deutsche Jurisdiktion
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Manfred Bruns zeichnet nach, wie die deutsche und internationale Rechtssprechung die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen diskutiert und umgesetzt haben. An den Beispielen der Bundesverfassungsgerichtsurteile aus dem Jahr 1957 zum §175, zur „Aktion Standesamt“ im Jahr 1993, mit der rund 250 Lesben- und Schwulenpaare versuchten, bei Standesämtern ein Aufgebot zu bestellen, und zum Lebenspartnerschaftsgesetz im Jahr 2002 belegt Bruns, wie schwer sich insbesondere deutsche Gerichte damit tun, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als etwas zu betrachten, was nach dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetztes ebenso wenig Grund für Diskriminierung sein darf wie etwa ethnische Herkunft oder Geschlecht.


Manfred Bruns, Jahrgang 1934, war bis zu seiner Pensionierung in Sommer 1994 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Er war Mitglied der Enquete-Kommission "AIDS" des Deutschen Bundestages, ist einer der Sprecher des LSVD e.V., und arbeitet bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ)" sowie bei der „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Lesbische Paare (SLP)" mit. In den vergangenen Jahren hat er sich in zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen für die Rechte der Homosexuellen und für Menschen mit HIV und AIDS engagiert.