Martin, Marko

Umsteigen in Babylon

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Umsteigen in Babylon

«Linoleum-Thais» und «Kuckucksuhren-Osteuropäer», Iraner mit Rolex und Kubaner mit Kapuzenshirt – Marko Martin reist um die Welt, flaniert durch Berlin und lässt sich mitnehmen, aufpicken, abschleppen. Der Blick in die Wohnungen, in die Schlafzimmer fremder Länder fördert manche Wahrheit zutage, die sexuellen Gewohnheiten, Lebenslügen und Sehnsüchte seiner Dates erst recht: «Aber wovon sie alle schwärmen, alle, ist Tel Aviv. Stell dir vor, ausgerechnet das verbotene, ihnen unzugängliche Tel Aviv, der Traum von nackten Israeli-Soldaten.» Wenn der Weg zum Kennenlernen auch erst einmal durchs Bett führt, taugt diese geballte Ladung internationaler Affären kaum als Porno, denn seine Geschichten sind umrankt und durchdrungen von vielfältigen literarischen Inspirationen.


 



Marko Martin, geb. 1970, verließ im Mai 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR und lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Bekannt wurde er durch seinen Roman «Der Prinz von Berlin». Seine Erzählbände «Schlafende Hunde» und «Die Nacht von San Salvador» erschienen in der Anderen Bibliothek. Es folgten «Treffpunkt ‘89», «Madiba-Days» und zuletzt die Liebeserklärung «Tel Aviv. Schätzkästchen und Nussschale, darin die ganze Welt».