Charles Jackson

Die Niederlage

Männerschwarm

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Die Niederlage
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Juni 1943: John Grandin ist ein erfolgreicher Mann, doch in der Ehe kriselt es. Ein Urlaub auf Nantucket ohne die Kinder soll frischen Wind in die Beziehung bringen.  Amerika befindet sich im Krieg. Nantucket ist voller Soldaten auf Fronturlaub.


Schon auf der Überfahrt zur Insel vor Neu-England läuft Grandin zufällig Cliff Haumann, ein junger Capitän der Marines, über den Weg. Cliff ist beeindruckt von dem gebildeten Hochschullehrer und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Grandin ist vom naiven Charme des Offiziers begeistert. Als er bemerkt, in welche Richtung sich seine Gefühle entwickeln, ist es bereits zu spät.


Als erster amerikanischer Roman thematisiert „"Die Niederlage"“ (OA 1946) homosexuelle Gefühle. Wie sein literarisches Vorbild Gustav von Aschenbach wird John Grandin plötzlich von Emotionen überwältigt, die sich der Kontrolle seines Geistes entziehen. Jackson zeichnet - wie schon in seinem Debüt-Roman "„Das verlorene Wochenende"“ - einen Helden,  der sich der Katastrophe, die ihm bevorsteht, bewusst ist, dem aber die Kraft fehlt, sich der Entwicklung entgegenzustemmen.


 "Der Erfolg von Mr. Jacksons jüngst erschienenen Roman "‚The Fall of Valor"‘ scheint darauf hinzudeuten, dass sowohl das Feuilleton wie das Lesepublikum die Bedeutung dieses Themas erkennen."“ (Klaus Mann 1946 im Exposé des Romans „Windy Night, Rainy Morrow“)


Ein «packender, souverän erzählter Roman» (Rainer Moritz).



Charles Jackson (1903-1968) arbeite als Journalist und Buchhändler, bis er im Alter von 41 Jahren seinen ersten Roman veröffentlichte: „Das verlorene Wochenende“. Der Roman wurde sofort zum Bestseller, Billy Wilders Verfilmung wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet. Jackson war mit Thomas Mann befreundet, dessen Erzählung „Der Tod in Venedig“ ihn zu „Die Niederlage“ inspiriert hat. Foto:  (c) Jackson Family Collection