Woltersdorff, Volker

Coming-out: Strategien schwuler Selbstbehauptung seit Stonewall

Männerschwarm

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Coming-out: Strategien schwuler Selbstbehauptung seit Stonewall

Seitdem Judith Butler Ende ihren Begriff „queerer“ Wissenschaft und Politik entwickelt hat, streiten sich zwei Flügel über die Frage, wie radikal die Abkehr von heteronormativen Identitätskonzepten ausfallen müsse. Volker Woltersdorff arbeitet die Kontroverse anhand der Coming-out-Strategien der 1970er und der 1990er Jahre heraus und analysiert die Entwicklung vom „schwulen Bürgerschreck“ zum „Musterknaben“, der im Normengefüge der bürgerlichen Gesellschaft angekommen ist.


Seine These: Den Preis für die Integration zahlen sexuelle Dissidenten wie Transsexuelle, Intersexen oder Sadomasochisten. Sie müssen draußen bleiben! Sein Plädoyer: Wer sich heute queer nennt, sollte nicht auf schwul-lesbische Integration setzen, sondern das Potenzial aller sexuellen Dissidenten für eine umfassende Befreiung des Individuums von sexueller Normierung nutzen.


Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe, Jg. 1971, Dr. phil., ist Kulturwissenschaftler und Queertheoretiker_in. Arbeitsschwerpunkte: Theorien von Geschlecht, Sexualität und Herrschaft, Sadomasochismus, subkulturelle Ästhetiken und die intersektionale Analyse von Heteronormativität und Kapitalismus.